Wavys Werk und Davids Beitrag

Wer ist schon gern berechenbar? Ein Gespräch mit einer Welle über ihre Simulationen.


via GIPHY

Stimme aus dem Nichts: Warum hat Gott nicht gesprochen „Es werde Schall!“?

Ich: Keine Ahnung.

Stimme aus dem Nichts: Hat er schon, es hat nur niemand gehört.

Ich: Sehr witzig. Wer ist da und warum sehe ich dich nicht?

Stimme aus dem Nichts: Ich bin Wavy, die akustische Welle. Du kannst mich nicht sehen, sondern
nur hören.

Ich: Das ergibt Sinn. Ich heiße David. Es freut mich dich endlich kennen zu lernen. Ich habe meine
Doktorarbeit über dich geschrieben.

Wavy: Ach ja? Um was geht es darin?

Ich: Ich habe Fehlerabschätzungen für Finite Elemente Lösungen von Wellengleichungen mit
dynamischen Randbedingungen bewiesen.

Wavy: Wie bitte? Wenn du glaubst mich durch „Fachchinesisch“ beeindrucken zu können, hast du
dich geschnitten.

Ich: Natürlich nicht, verzeih mir. Dann lass mich mit einer Frage beginnen: Weißt du wie ein
Mikrofon funktioniert?

Continue Reading →

Gekochte Mathematik – Das “Cooking Math”-Projekt zusammen mit der HfG

Was kommt dabei heraus, wenn Designstudenten der Hochschule für Gestaltung (HfG) durch Doktoranden der Mathematik mit Mathewissen gefüttert werden und dieses in einem künstlerischen Projekt umsetzen? Genau das wollten Jill Enders und Chris Spatschek von der HfG mit ihrem Projekt “Cooking Math” herausfinden. Die Ergebnisse waren sehr vielseitig und es kamen ganz verschiedene Medien zum Einsatz:

Rotes_Band"

Begehung des Pojekts “Das rote Band” von Johannes Eilinghoff und Christina Vinke

Johannes Eilinghoff beschäftigt sich in seiner Doktorarbeit mit sogenanten Splittingverfahren zur Berechnung von Lösungen für Differentialgleichungen. Im Rahmen der Projektarbeit mit Christina Vinke entstand ein Text, der seine Problemstellung und seine Lösungsstrategie beschreibt. Dieser wurde von Johannes Eilinghoff im Soundstudio eingesprochen. Besucher ihres Kunstwerks “Die rote Linie” bekommen diesen beim Ablaufen einer auf den Boden gemalten roten Zickzackline per Kopfhörer vorgespielt.

Wie kann man mathematische Modelle von Wellen plausibel machen? Continue Reading →

ICOSAHOM 2016 in Rio de Janeiro

logo_icosahom

Gründe um Ende Juni 2016 nicht nach Rio de Janeiro zu reisen gab es viele:

  • Der berühmte Karneval war dieses Jahr schon lange vorbei und die Olympischen Sommerspiele sollten erst in etwas mehr als einen Monat beginnen.
  • In Rio ist im Juni Winter. Dies bemerkt man vor allem am frühen Eindunkeln und den Sonnenuntergängen um circa Viertel nach fünf am Nachmittag.
  • Am gewichtigsten aber sicherlich die vielen negativen Nachrichten und Schlagzeilen über das Zika-Virus, Polizistenstreiks, instabile politische Verhätnisse, etc.

Der Grund es dennoch zu tun, war die Anfrage von Stéphane Lanteri (Inria, Sophia Antipolis, Frankreich) und Frédéric Valentin (LNCC, Petropolis Brasilien), ob ich beim Minisymposium über “Hybridized and Multiscale Methods for Waves” im Rahmen der “International Conference on Spectral and High Order Methods”, kurz ICOSAHOM, mitwirken möchte. Da das Minisymposium sich mit meinem Forschungsinteressen deckte, sagte ich zu und hielt einen Vortrag über “Finite Elemente Heterogeneous Multiscale Methods for Electromagnetic Wave Propagation in Oscillatory Media”, welchen ich hier nun kurz zusammenfassen möchte.

Continue Reading →